Deutscher Amateur-Radio-Club e.V. klärt über elektromagnetische Umweltverschmutzung auf

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dl9bco
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Deutscher Amateur-Radio-Club e.V. klärt über elektromagnetische Umweltverschmutzung auf

Beitragvon dl9bco » 7. Mär 2018, 07:33

„Die besorgniserregenden Nachrichten über Verschmutzungen der Umwelt, insbesondere unserer Atemluft und des Trinkwassers, sind täglich Thema in allen Medien. Warum jedoch wird versäumt, die Umwelt in Bereichen, die man nicht sehen und schmecken kann, die unser Leben aber dennoch stark beeinträchtigen, zu schützen? Nur weil diese unseren Sinnen weniger zugänglich sind?“, fragt sich Christian Entsfellner und bezieht sich dabei auf die zunehmende Verschmutzung der Funkfrequenzen. Störungsfreie Frequenzen sind das A und O für die Funkamateure in aller Welt. Das Vorstandsmitglied des Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) e.V. sieht diese Beeinträchtigung nicht nur im eigenen Wirkungsbereich, auch greifen diese Störpotenziale massiv in Lebensbereiche der Allgemeinheit ein.

Beispielsweise zählen dazu der individuelle Rundfunkempfang und die damit verbundene Informationsfreiheit jedes einzelnen Menschen. „Der DARC e.V. hat die Initiative ‚Bitte nicht stören!‘ ins Leben gerufen, die auf genau diese Bedrohung der Funkwellen hinweist. Wir haben der Verschmutzung unserer elektromagnetischen Umwelt den Kampf angesagt", so Entsfellner.

Doch was ist die Ursache dieser unsichtbaren Verschmutzung, was trägt dazu bei? LED-Lampen, Schaltnetzteile und andere Geräte entsprechen oft nicht der EU-Richtlinie über die Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV). „Funkschutz und Störungsmeldung gehen jeden an“, so Entsfellner.

Mit der Initiative „Bitte nicht stören!“ setzen sich die Funkamateure dafür ein, dass der EU-richtlinienkonforme Funkschutz endlich auch in der deutschen Gesetzgebung berücksichtigt wird. Diesen kann die Bundesnetzagentur bisher nur für Funkdienste mit Sicherheitsaufgaben, wie Polizei, Flugfunk etc., umsetzen, wenn Störungen bekannt sind. Lampen, Geräte und Systeme ohne Entstörmittel belegen jedoch zunehmend weite Frequenzbereiche mit Störfeldern. Ganze Straßenzüge sind für Funkanwender oft unbrauchbar. Aber auch gestörte DAB+ Sendungen sind die Folge, wie der Bayerische Rundfunk kürzlich berichtete.

Zoll und Marktaufsicht sind inzwischen mehr denn je gefordert, nicht konforme Produkte zu beschlagnahmen, um die Funkfrequenzen zu schützen!

Störpotenziale flächendeckend messen und auswerten, das haben sich die Mitglieder des DARC e.V. auf die Fahne geschrieben. Aus diesem Grund hat sich der Vorstand des Bundesverbandes für Amateurfunk dazu entschlossen, mit den zusätzlichen Geldern aus seiner „Mitgliedschaft Pro 2018“ ein System zur bundesweiten Bewertung der elektromagnetischen Umwelt zu fördern. „Schwarz auf weiß werden wir den elektromagnetischen Zustand der Bundesrepublik Deutschland erfassen und prüfen, womit es zu begründen ist, dass der hierzu maßgeblichen Administration der Bundesrepublik Deutschland, also der Bundesnetzagentur, ihre internationalen Verpflichtungen aus der Vollzugsordnung für den Funkdienst vorenthalten werden", so das engagierte Vorstandsmitglied. http://www.darc.de


Thu, 01. Mar 2018

Quelle: http://www.satnews.de/mlesen.php?id=52b ... 05e287f6ad

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